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Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft zu 100% mit Wasserdampf gesättigt ist. Er ist abhängig von der Raumlufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit. Wird die Raumluft über die Deckenkühlung auf den Taupunkt abgekühlt, entsteht Kondenswasser. Dieser Bildung von Kondensat an der Kühldecke muss zuverlässig vorgebeugt werden.
Wie kann die Bildung von Kondensat vermieden werden?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einer Kondensatbildung entgegenzuwirken:
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Konditionierung bzw. Entfeuchtung der Raumluft
Durch eine gezielte Entfeuchtung kann der Taupunkt abgesenkt und damit der zulässige Kühlbetrieb erweitert werden. Eine solche Lösung ist jedoch vergleichsweise aufwendig und kommt im Einfamilienhausbereich eher selten zum Einsatz. -
Taupunktüberwachung über die Wärmepumpenregelung
Einige Wärmepumpen bzw. deren Regelungen verfügen bereits über eine integrierte Taupunktüberwachung. In diesem Fall wird die zulässige Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit begrenzt. -
Einsatz eines Taupunktwächters
Ein Taupunktwächter kann an einer Stelle installiert werden, an der im Kühlbetrieb zuerst mit Kondensatbildung zu rechnen ist, beispielsweise an einer ungedämmten bzw. kritischen Rohrleitungs- oder Verteilerstelle. Erkennt der Sensor beginnende Kondensation, wird der Kühlbetrieb unterbrochen bzw. die Kühlwasserzufuhr entsprechend begrenzt. -
Separate Taupunktberechnung über die übergeordnete Regelung
Alternativ kann eine Taupunktüberwachung in die Gebäude- bzw. Heizungsregelung integriert werden. Hierzu werden Raumlufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit erfasst und daraus der aktuelle Taupunkt berechnet. Die Regelung stellt anschließend sicher, dass die Vorlauftemperatur mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand oberhalb des Taupunktes bleibt.
Unabhängig von der gewählten Lösung ist eine zuverlässige Taupunktüberwachung für den sicheren Betrieb einer Flächenkühlung sehr wichtig. Eine reine, fest eingestellte Begrenzung der Vorlauftemperatur ist weniger zuverlässig, da sich der Taupunkt abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum kontinuierlich verändern kann.
Außerdem ist zu beachten, dass sämtliche kaltwasserführenden Leitungen und Bauteile zwischen Wärmepumpe und Flächenkreisen diffusionsdicht gedämmt werden müssen. Andernfalls kann auch dort Kondensat entstehen.
Mit beiden Verlegemethoden lässt sich eine Dünnbett Fußbodenheizung sicher und schnell verlegen. Sowohl für die Installation mit Klippschienen als auch mit Noppenplatten gilt, dass zuvor bereits die Tragfähigkeit des Untergrunds sichergestellt sein muss.
Klippschienen werden mit dem Untergrund verschraubt und tolerieren Unebenheiten, wie sie bei Holzböden vorkommen. Noppenplatten erlauben flexible Verlegemuster und reduzieren den Bedarf an Ausgleichsmasse. Hier die spezifischen Stärken der Verlegemethoden im Detail:
| Klippschiene | Noppenplatte |
| Kostengünstigste, einfache Verlegevariante | Höhere Kosten werden teilweise durch den geringeren Bedarf an Ausgleichsmasse kompensiert |
| Toleranz gegenüber Bodenunebenheiten | Benötigt einen ebenen und trockenen Untergrund |
| Befestigung mit Schrauben | Befestigung mit Kleber. Zusätzlich ist ein Armierungsgewebe unterhalb der Noppenplatten bereits werksseitig montiert |
| Mittlere Trocknungszeit | Kurze Trocknungszeit |
| Verlegemuster: Mäander | Verlegemuster: Maximale Flexibilität. Auch spiralförmige Verlegung möglich. |
| Bei engen Biegeradii werden zusätzlich Dübehaken benötigt | Sicherer und gleichmäßiger Halt der Heizrohre nah an der Oberfläche |
Die maximal zulässige Heizkreislänge wassergeführter Flächenheizsysteme wird maßgeblich durch die strömungsmechanischen Eigenschaften des Rohrsystems bestimmt. Mit zunehmender Rohrlänge steigt der Druckverlust infolge von Rohrreibungswiderständen kontinuierlich an. Dieser Druckverlust ist abhängig von Rohrinnendurchmesser, Rohrwerkstoff, Oberflächenrauigkeit, Volumenstrom sowie der Temperatur und Viskosität des Heizmediums.
Insbesondere bei klein dimensionierten Heizrohren, beispielsweise PE-RT-Rohren mit einem Außendurchmesser von 10 mm, entstehen aufgrund des reduzierten hydraulischen Querschnitts vergleichsweise hohe spezifische Druckverluste. Wird zusätzlich infolge hoher Heizlasten ein erhöhter Volumenstrom erforderlich, nimmt der Druckverlust überproportional zu. Bei einem Volumenstrom von 86 l/h beträgt der spezifische Druckverlust eines 10-mm-PE-RT-Heizrohres typischerweise etwa 7–8 mbar/m (R).
Für einen Heizkreis mit 50 m Rohrlänge ergibt sich:
Δp≈7.5mmbar⋅50m≈375mbar
Zusätzlich zu der im Heizflächenbereich verlegten Rohrlänge sind sämtliche Vor- und Rücklaufleitungen hydraulisch zu berücksichtigen, da auch diese zur Erhöhung des Gesamtwiderstandes beitragen.
Bei parallel betriebenen Heizkreisen innerhalb eines Heizkreisverteilers bestimmt stets der hydraulisch ungünstigste beziehungsweise längste Heizkreis die erforderliche Förderhöhe der Umwälzpumpe. Aus diesem Grund sollten die einzelnen Heizkreise hinsichtlich ihrer Rohrlängen möglichst gleichmäßig ausgelegt werden. Zur Sicherstellung einer homogenen Wärmeverteilung sowie definierter Volumenströme ist darüber hinaus ein hydraulischer Abgleich gemäß den anerkannten Regeln der Technik erforderlich.
Um eine sichere Funktion innerhalb unterschiedlichster Anlagenkonfigurationen zu gewährleisten und gleichzeitig die Anforderungen an Energieeffizienz, hydraulische Stabilität sowie normgerechten Anlagenbetrieb einzuhalten, wird die maximal empfohlene Heizkreislänge der FLEXIRO-Systeme auf 50 m begrenzt. Diese Auslegung berücksichtigt typische Betriebsbedingungen moderner Niedertemperatur-Flächenheizungen und ermöglicht den Betrieb mit marktüblichen Hocheffizienz-Umwälzpumpen ohne unzulässig hohe Druckverluste oder Strömungsgeschwindigkeiten.
Unter günstigen hydraulischen Randbedingungen — beispielsweise bei leistungsstarken Hocheffizienzpumpen, niedrigen Systemtemperaturspreizungen oder reduzierten Volumenströmen — kann die technisch realisierbare Heizkreislänge im Einzelfall geringfügig überschritten werden. Dabei sind jedoch stets die maximal zulässigen Druckverluste, die Pumpenauslegung sowie die Anforderungen an den hydraulischen Abgleich und die gleichmäßige Wärmeabgabe zu berücksichtigen.
Die Funktion von Wärmeleitblechen ergibt sich direkt aus der Bezeichnung. Durch die gut wärmeleitenden Eigenschaften der verwendeten Materialien, zumeist Aluminium oder verzinkter Stahl, leiten die Bleche die Wärme der Heizrohre in die Fläche. Hierdurch wird eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht und Wärmebrücken zwischen den Rohren werden auf ein Minimum reduziert. Durch den Einsatz von Wärmeleitblechen erhöhen sich Energieeffizienz und Reaktionsgeschwindigkeit der Fußbodenheizung. Der benötigte Wärmekomfort wird mit einer niedrigeren Heizwassertemperatur erzielt, was insbesondere im Betrieb mit Wärmepumpen weitere Energievorteile bedeutet.
Wärmeleitbleche werden zumeist in Kombination mit Trockenbausystemen verbaut, weil die hier verwendeten Materialien wie Gipsfaser, Styropor oder Holz im Vergleich zum Nassestrich eine geringere Wärmeleitfähigkeit haben. Bei klassischen Nassestrich-Systemen mit Estrichbeton oder Zementestrich als Vergussmasse, werden Wärmeleitbleche selten eingesetzt, da der Beton die Wärmeverteilung übernimmt.
Bei Dünnschicht Fußbodenheizungen kann ebenfalls auf Wärmeleitbleche verzichtet werden, weil die hier verwendeten, dünnen Rohre in engen Abständen verlegt werden können. Zudem sorgt die Verlegung der Rohre dicht an der Oberfläche für einen direkten Wärmeeintrag über den Bodenbelag in den Raum.
Das sind die Gründe, warum die Dünnbettheizung auch ohne Wärmeleitbleche funktioniert
Nassverlegung
Unsere 10 mm Systeme nutzen spezielle Noppenplatten oder Klippschienen zur Fixierung der Rohre. Dadurch wird eine vollflächige Umschließung der Wärmeträger mit Ausgleichs- oder Nivelliermasse sichergestellt. Die Nivelliermasse übernimmt die Funktion der Wärmeleitbleche und sorgt für den Wärmetransfer direkt an den Bodenbelag. Auch für unsere OSB- und Trockenestrichsysteme empfehlen wir aus diesen Gründen die Verwendung einer Spachtelmasse, die speziell für Fußbodenheizungen geeignet ist, zur Einbettung der Rohre.
Enger Verlegeabstand
Aufgrund der Flexibilität der dünnen PE-RT Rohre, die kleine Biegeradien zulässt, können diese in engen Abständen von 10 cm und weniger verlegt werden. Hierdurch ist der Temperaturunterschied an der Bodenoberfläche zwischen zwei Rohren so gering, dass keine Metallbleche zur Querverteilung der Wärme nötig sind
Mögliche Hohlräume
Wärmeleitbleche können bei sehr dünnen Bodenaufbauten problematisch sein. Wenn das Rohr nicht perfekt im Blech sitzt, entstehen isolierende Luftpolster, die sich negativ auf die Heizleistung auswirken. In Dünnschichtsystemen ist der direkte Verbund zwischen Rohr und Vergussmasse für die Stabilität und Wärmeleitung entscheidend.
Akustische Risiken
Wenn Wärmeleitbleche nicht absolut fest mit dem Rohr verbunden sind, können sie sich bei der Erwärmung ausdehnen und Geräusche (Knacken) verursachen.
Bei projektbezogenen Fragen zum Einsatz von Wärmeleitblechen, können Sie sich gerne an unseren technischen Support wenden.
Die geraden oder gewinkelten Steckverbinder zur schnellen und sicheren Verbindung von zwei Rohrenden lassen sich problemlos wieder lösen. Hierzu eine Steckerseite gegen den Uhrzeigersinn drehen und beim Abziehen den Spannzange gedrückt halten. Jetzt lässt sich der Steckverbinder problemlos vom PE-RT Rohr abziehen.
Das genaue Vorgehen im Video des Herstellers:
Wir werden häufig mit der Frage konfrontiert, was das Nachrüsten einer Fußbodenheizung pro m² kostet. Bevor wir darauf antworten, erkundigen wir uns zunächst nach der Ausgangslage. Wieviel Räume sollen nachgerüstet werden? Wie groß sind die Heizflächen? Wie ist die Beschaffenheit des Bodens? Wann wurde das Haus gebaut? Gibt es eine Wärmedämmung? Liegt eine Heizlastberechnung vor? Kann die Installation in Eigenleistung erbracht werden?
Mit den Angaben zu den Ausgangsbedingungen können wir ein geeignetes Fußbodenheizungssystem vorschlagen und damit die Kosten für die Heiztechnik benennen.
Zu den Kosten für das Nachrüsten einer Fußbodenheizung gehören aber auch die Kosten der Ausführung, die Ausgaben für Bauchemie und ggf. für die Entsorgung des Altbodens. Welche Kostenpositionen hier genau zu beachten sind, erklären unsere Tipps zur Kostenkalkulation.
Technische Datenblätter
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Datenblatt Dünnbett FußbodenheizungHeizleistung und weitere technische Informationen187 KB
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Datenblatt OSB FußbodenheizungHeizleistung und weitere technische Informationen184 KB
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Datenblatt Fußbodenheizung TrockenbauHeizleistung und weitere technische Informationen166 KB
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Datenblatt Deckenheizung TrockenbauHeizleistung und weitere technische Informationen192 KB
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Datenblatt Deckenheizung KupferHeizleistung und technische Informationen234 KB
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Datenblatt Deckenheizung PutzHeizwerte und Maße für das Set Deckenheizung Putz mit Wabenelementen268 KB
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Datenblatt Wandheizung PutzHeizleistung und weitere technische Informationen267 KB
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Datenblatt Wandheizung TrockenbauHeizleistung und weitere technische Informationen271 KB
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Datenblatt Wandheizung KupferHeizleistung, Maße und technische Informationen212 KB
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Datenblatt Deckenkühlung KupferrohrKühlleistung, Maße und technische Informationen192 KB
FLEXIRO erfüllt die Trusted Shops Qualitätskriterien
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